00:00:12: Immer wieder Donnerstags.
00:00:13: Hallo und willkommen zum Azzertalk Podcast, diese Woche zum Thema Dysphagie!
00:00:18: Ich bin Tina, ich bin Apothekerin und Azzurtalk ist das rezeptfreie und gut wirksame Format von Azerta – Informationen garantiert ohne Nebenwirkungen.
00:00:28: Tipps von Apothekarinnen für ihre Gesundheit.
00:00:36: Was ist eine Dysphagie?
00:00:58: andere Phasen des Schluckvorgangs betreffen kann.
00:01:08: Aber sind Schluckstörungen das gleiche wie Schluckbeschwerden, die beispielsweise bei einer Erkältung mit Drachenschleimhautentzündung auftreten?
00:01:16: Kann man eine Dysphagie mit Lutschpastillen behandeln?
00:01:20: Bei einer Dysophagee als einer Schlucksteuerung ist der SchluckVorgang selbst gestört – Schmerzen beim Schlucken können müssen aber nicht auftreten.
00:01:29: Bei einer gereizten Rachenpartie schmerzt der Schluckvorgang wahrscheinlich, man hat Schluckbeschwerden, aber der Vorgang des Schluckens an sich funktioniert meist ohne
00:01:39: Probleme.".
00:01:41: In Deutschland leiden mehr als fünf Millionen Menschen an Schluckstörungen.
00:01:45: Das entspricht nahezu sieben Prozent der Bevölkerung, mit zunehmendem Alter wächst das Risiko für eine Dysphagie deutlich – besonders im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen.
00:01:57: Etwa fünfzehn Prozent der Betroffenen werden im Krankenhaus behandelt und in Pflegeeinrichtungen zeigt rund jeder zweite Bewohner Anzeichen einer
00:02:06: Schlucksstörung.".
00:02:07: Schauen wir uns zunächst den Schluckvorgang einmal näher an.
00:02:11: Der Schluck-Vorgang ist ein komplexer, koordinierter Prozess aus mehreren Phasen – er beginnt freiwillig im Mund.
00:02:19: Die Nahrung wird gekaut mit Speichel vermischt und zu einem Schluckbolus geformt.
00:02:24: Sobald dieser mit der Zunge nach hinten Richtung Rachen besördert wird, wird der Schluckreflex ausgelöst.
00:02:30: Ab hier läuft alles automatisch ab.
00:02:33: In der Rachenphase verschließt sich der Nasenraum durch Anheben des Gaumensegels und der Kehlkopf hebt sich, sodass der Kehldeckel also die Epiglottis die Luftröhre schützt.
00:02:45: So wird verhindert, dass Nahrung in die Atemwege gelangt.
00:02:49: Die Nahrungen werden dann in Richtung Speiseröhre transportiert.
00:02:53: In der Ösofagusphase befördert die Speiseröre den Nahrungsprei durch wellenförmige Muskelbewegungen – die sogenannte Peristaltik – in den Magen.
00:03:02: Der gesamte Schluckakt dauert nur wenige Sekunden, benötigt jedoch das präzise Zusammenspiel von über dreißig Muskeln und mehreren Hirnnerven.
00:03:13: Bei einer Dysphagie unterscheidet man zwei Hauptformen – bei einer oropharyngealen dysphagi liegt die Schluckstörung im Mund- oder Rachenbereich.
00:03:23: Probleme entstehen wenn Nahrung im Mund nicht richtig zerkleinert oder transportiert wird.
00:03:29: Dies kann zu Verschlucken, Würgen Gefühl führen, dass die Nahrung stecken bleibt.
00:03:35: Bei einer ösofagialen Dysphagie betrifft die Schluckstörung die Speiseröhre.
00:03:40: Hier wird der Nahrungsprei nicht korrekt in den Magen transportiert – zum Beispiel durch Verengungen, Blockaden oder gestörte Muskebewegungen.
00:03:48: Die oropharyngeale Dysophage entsteht meist durch Störungen der Nerven- oder Muskesteuerung während der Ösofagialen-Dysophagie in der Regel eine strukturelle Veränderung der Speiseröre zugrunde liegt.
00:04:02: Wie zeigt sich eine Schluckstörung und was können die Folgen sein?
00:04:06: Typische Anzeichen einer Schlucksterung sind unter anderem das Gefühl eines Kloses im Hals, Husten, Reuspern oder Würgen beim Essen und Trinken.
00:04:15: Schwierigkeiten beim Kauen und Zerkleinern der Nahrung sowie ein Verzöger des Schluggreflexes.
00:04:21: Speichel- oder Nahrungen können aus Mund oder Nase austreten – und Speisereste verbleiben im Mundraum!
00:04:28: Betroffene zeigen oft veränderte Körperhaltungen beim Schlucken, vermeiden Mahlzeiten oder entwickeln Angst vor dem Essen.
00:04:36: Weitere Hinweise können versehentliches Einatmen von Nahrung eine sogenannte Aspiration – nasale Stimme Heiserkeit, Sprechstörungen, Schmerzen in Hals- oder Brustbein und ungewollte Gewichtsabnahme sein.
00:04:50: Eine Dysphagie kann schwere mit unterlebensbedrohliche Folgen haben – um zum Beispiel zu ersticken oder einer schweren Lungenentzündung durch Fremdkörper oder Flüssigkeit in der Lunge eine sogenannte Aspirationspneumonie führen.
00:05:04: Auch eine Mangelernährung oder Immunschwäche durch verminderte Nährstoffaufnahme können eine Folge von Schluckbeschwerden.
00:05:12: Was sind die Ursachen einer Schluckstörung?
00:05:15: Eine Schluckstörung kann durch verschiedene Ursachen entstehen.
00:05:19: Häufig liegen neurologische Erkrankungen wie ein Schlaganfall, Parkinsonmultibleskerose oder eine Demenz zugrunde, da sie die Steuerung von Nerven und Muskeln beeinträchtigen.
00:05:31: Auch muskuläre Erkranken wie Myasthenia gravis- oder altersbedingter Muskelabbau können den Schluckvorgang stören.
00:05:39: Strukturelle Veränderungen wie Tumore, Entzündungen, Narben, Verengungen und Polypen im Mund, Rachen oder Speiseröhren Bereich sind ebenfalls typische Auslöser.
00:05:51: Darüber hinaus können Operationen, Bestrahlung, Unfälle oder eine längere Intubation zu Schluckproblemen führen.
00:05:59: Funktionelle Störungen wie Speiseröhren, Krämpfe oder Reflux sowie psychogene Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.
00:06:07: Auch manche Arzneimittel wie Antidepressiva, Antiepileptika und Anticholinergica können als unerwünschte Nebenwirkung eine Dysphagie auslösen.
00:06:18: Diagnostiziert wird eine Dysphagie unter anderem durch Schluckuntersuchungen und bildgebende Verfahren, wie beispielsweise eine Sonographie oder eine Endoskopie.
00:06:28: Unerlässlich sind in jedem Fall eine ausführliche Anamnese- und körperliche Untersuchung.
00:06:34: Welche Behandlungen helfen bei Schluckstörungen?
00:06:38: Die Behandlung einer Dysphagie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.
00:06:43: Bei neurologischen oder muskulären Störungen kommen oft Schlucktherapie, Logopädie und gezielte Übungen zur Stärkung der Schluckmuskulatur zum Einsatz.
00:06:53: Strukturelle Probleme wie Verengungen oder Tumore können medikamentös-, endoskopisch- oder operativ behandelt werden.
00:07:01: Ergänzend spielen Ernährungsanpassungen wie pürierte Kost- oder dickflüssige Tränke sowie die Schulung von Ess- und Trinktechniken eine wichtige Rolle, um Aspirationen unter Ernährung zu vermeiden.
00:07:14: In der Apotheker gibt es spezielle Antikungsmittel für Flüssigkeiten, die bei Trinkstörungen helfen können – in manchen Fällen sind auch Hilfsmittel wie Sonden notwendig!
00:07:25: Um den natürlichen Verdauungsprozess am Laufen zu halten werden meist Magensonden verwendet.
00:07:31: Diese können Transnasal oder über eine PEG-Sonde durch die Bauchdecke gelegt werden.
00:07:37: Ihre Apotheke vor Ort kann Tipps zur Medikamenteinnahme bei dysphagie geben, beispielsweise lassen sich Tabletten einfacher Schlucken wenn man aufrecht sitzt und das Kind beim herunter schlucken auf die Brust legt.
00:07:51: Viele Tabletten können gemörsert und Kapseln geöffnet werden, und der Inhalt mit Nahrung oder Getränken oder mit der Sonde gegeben werden.
00:08:00: Doch Vorsicht!
00:08:01: Retard-Formulierungen dürfen meist nicht gemörsert oder geöffnete werden.
00:08:06: Im Handel gibt es speziell gut schmeckende Überzüge die über Tabletton oder Kapsen gezogen werden können und durch einen gelartigen Film das Schlucken erleichtern.
00:08:17: Oft ist auch die Verwendung des gleichen Wirkstoffs in Tropf- oder Saftform möglich.
00:08:23: Lassen Sie sich hierzu in Ihrer Apotheke beraten!
00:08:27: Sie haben heute erfahren, dass Schluckstörungen weit verbreitet sind, vielfältige Ursachen haben und durch gezielte Maßnahmen deutlich verbessert werden können.
00:08:36: – nun können sie hoffentlich die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung.
00:08:48: Wenn Sie sich für uns oder für unsere Fortbildungsvideos interessieren, besuchen sie uns gerne auf azzerta.de oder hören Sie unseren Beitrag – wir sind Azzertalk!
00:08:58: Wir weisen darauf hin, dass dieser Beitrag keinen Ersatz für eine persönliche Beratung bei einem Arzt- oder Apotheker darstellt, das er keine Therapie ersetzt und lediglich der Information dient.
00:09:10: Thematisch erhebt der Beitrag kein Anspruch auf Vollständigkeit.
00:09:14: Vielen Dank fürs Zuhören, empfehlen Sie uns gerne weiter und bis zum nächsten Donnerstag.
00:09:19: Bleiben Sie gesund und informiert!